|
Auf Tuchfühlung zum Spitzenreiter |
|
Montag, 8. Februar 2010 |
|
15. und 16. Spieltag der 2. Bundesliga Herren Süd |
|
Beim Auswärtsspiel in Karlsruhe gingen die Frankfurter durch Torben Steinfeld relativ ungefährdet in Führung. Nur im 3. Satz hatte Steinfeld gegen Tobias Böhm nach eigener Aussage "den Faden verloren", ihn aber zum Glück im 4. Satz schnell wieder gefunden. Das Spiel an Position 3 konnte der Karlsruher Holger Saam dann gegen Ünver Metin nach vier hart umkämpften Sätzen mit 3:1 für sich entscheiden und den zwischenzeitlichen Ausgleich herstellen. An der Spitzenposition mussten die Frankfurter diesmal auf Stacey Ross verzichten, der beruflichen Verpflichtungen in England nachkommen musste. Das gab aber die Gelegenheit erstmals den Südafrikaner Jesse Engelbrecht (Bild) einzusetzen, der sich als gleichwertiger Ersatz herausstellte. Der 27-jährige, der in der Weltrangliste schon auf Platz 55 geführt wurde, hatte allerdings auch keine große Mühe gegen Ruben Glatt und gewann leicht mit 3:0. (Mit dem blauen Auge kam er übrigens schon am Flughafen an, beim Monopol und in der Squash-Insel waren alle lieb zu ihm!)
Ebenfalls glatt mit 3:0 gewann dann im abschließenden Match Kai Wetzstein gegen Sanjay Raval. Allerdings hatten dabei fast alle schon den 2. Satz beim Stand von 10:3 (also 7 Satzbällen für Raval) abgeschrieben. Nur Wetzstein wohl nicht! Nachdem er einen eigentlich unmöglichen Ball noch aus der hinteren linken Ecke "ausgraben" konnte, gelang ihm das Kunststück, diesen Satz noch mit 13:11 im Tiebreak für sich zu entscheiden.
Das Heimspiel am Sonntag gegen die Aufsteiger Sport-Insel Stuttgart 2 begann mit einer bösen Überraschung. Ünver Metin musste wegen einer Verletzung an der Schlaghand passen und so kam unverhofft das Frankfurter Urgestein Stuart Sinclair zum Einsatz. Zunächst aber hatte Torben Steinfeld (21 J.) gegen den gleichaltrigen Marcel Kranz wenig Mühe und brachte Frankfurt mit seinem 3:0-Sieg schnell in Führung. Dann kam der 43-jährige Stuart Sinclair zu seinem ersten Einsatz in der laufenden Saison. In den ersten beiden Sätzen konnte der Betreiber der Squash-Insel den 17-jährigen Valentin Rapp mit seiner ganzen Routine und einigen sehenswerten Schlägen, über die Rapp sich vermutlich jetzt noch wundert, in Schach halten. Da sich Sinclair aber erst seit einigen Wochen wieder im verschärften Training befindet, machten sich ab dem 3 . Satz doch Konditionsprobleme bemerkbar. Im vierten Satz versuchte er noch einmal alles, um doch noch den "Sack zuzumachen", aber es reichte nicht mehr ganz und zum 5. Satz konnte er dann wegen zunehmender Schmerzen an der Hüfte leider nicht mehr antreten. Trotzdem waren die Zuschauer begeistert und fühlten sich teilweise in alte Erstliga-Zeiten zurückversetzt. Und auch die jungen Monopol-Spieler mussten zugeben, dass sie von ihrem Trainer doch noch einiges lernen können. Im Spiel an Position 1 konnte Jesse Engelbrecht sich nach anfänglichen kleinen Problemen doch sicher mit 3:0 gegen Manuel Fistonic durchsetzen und brachte so die Frankfurter wieder mit 2:1 in Front. Alles hing also wieder einmal an Kai Wetzstein, der auch wie die Feuerwehr loslegte und den ersten Satz gegen Ben Petzoldt schnell gewann. Petzoldt fand dann aber besser ins Spiel und die Sätze 2 und 3 waren hart umkämpft und wurden erst im Tiebreak entschieden. Auch der 4. Satz war lange ausgeglichen, aber zum Ende hin konnte sich Wetzstein immer besser in Szene setzen und so den zweiten 3:1-Sieg für Frankfurt an diesem Wochenende perfekt machen.
Vor den letzten beiden Spieltagen am 27. und 28. Februar hat der SC Monopol Frankfurt weiterhin Chancen auf die Meisterschaft, muss aber bei einem Punkt Rückstand auf einen Ausrutscher von Black&White Worms hoffen und natürlich selbst erst einmal die beiden restlichen Spiele in Schwandorf und gegen Maintal gewinnen.
Tabelle und Ergebnisse Nachberichte der DSL
|
|
|