Vizemeister bei den Damen
Dienstag, 17. Mai 2016

Im Finale müssen die Frankfurter Damen dem alten und neuen Meister Paderborner SC den Vortritt lassen.

 

Aber der Reihe nach: In der Gruppenphase am Samstag konnten sich die Monopol-Damen als Gruppensieger durchsetzen.

Im Spiel gegen den 1. Squash Club Berlin dominierten Zuzana Jirkovska (bei ihrer ersten Endrunden-Teilnahme), Nicole Fries und Sharon Sinclair ihre Gegnerinnen und siegten jeweils ohne Problem mit 3:0 Sätzen.

Gleich das erste Spiel der zweiten Begegnung gegen die Mitfavoriten ‚SRV im Westen‘ war dann aber nichts für schwache Nerven. Nicole Fries (DRL 7) lag gegen die aufstrebende Nele Hatschek (DRL 5) bereits mit 1:2 Sätzen zurück. Den vierten Satz konnte sie aber trotz eines 4:8 Rückstands mit starker kämpferischer Leistung noch im Tie-Break mit 14:12 für sich entscheiden. Und auch der letzte Satz war wieder hart umkämpft. Mit etwas Glück (und auch dank „günstiger“ Schiedsrichter-Entscheidungen) ging aber auch dieser Durchgang mit 11:9 an die Frankfurterin. Ein Squash-Leckerbissen war dann das Spiel unserer neuen Nummer 1,  Camille Serme, gegen Natalie Grinham. Immerhin traf hier die aktuelle Nr. 4 der Weltrangliste auf die ehemalige Nr. 2! Die 38-jährige Grinham (aktuelle WRL 43) leistete denn auch erbitterten Widerstand, gerade im ersten und dritten Satz. Aber in den entscheidenden Phasen konnte Camille Serme (27) dann immer noch etwas zulegen und 3:0 gewinnen. In der abschließenden Partie kam Sharon Sinclair (DRL 2) dann nach kleinen Startschwierigkeiten gegen Eva Brauckmann immer besser ins Spiel und profitierte dann durch die verletzungsbedingte Aufgabe ihrer Gegnerin.

 

Im Halbfinale am Sonntag traf unser Team dann auf die zweite hessische Mannschaft, Yellow Dot Maintal. Veronika März musste gegen Störte Becker in den beiden ersten Sätzen ganz schön hart arbeiten, erst im dritten Satz erlahmte dann die Gegenwehr der „Piratin“. Im zweiten Spiel legte Sharon Sinclair gegen Miriam Bagehorn einen furiosen Start hin und ließ auch im weiteren Verlauf ihrer Gegnerin keine Chance. Und auch Nicole Fries hatte mit Heike Sauder keine Mühe und siegte im letzten Match, das als „Dead Rubber“ (nur 2 Gewinnsätze) ausgetragen wurde, glatt.

Im Finale trafen wir dann auf die Titelverteidigerinnen aus Paderborn und diese wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht. Im ersten Match fand Nicole Fries nie zu ihrem Spiel und musste gegen eine sehr gut aufgelegte Franziska Hennes (DRL 3) eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Camille Serme konnte zwar mit einer sehr souveränen Vorstellung gegen Alison Waters (WRL 11) mit 3:0 gewinnen und somit den Ausgleich herstellen. Aber im entscheidenden Spiel konnte die Deutsche Meisterin Sharon Sinclair der Ranglistenersten Sina Wall diesmal nichts entgegen setzen. Im zweiten Satz kam zwar noch einmal etwas Spannung auf, aber auch dieser, wie auch der dritte Satz, gingen dann an die Altmeisterin.

Vermutlich lag es an der fehlenden Erfahrung in dieser Final-Situation (und evtl. auch am ungewohnten Glas-Court), dass unsere beiden deutschen Spielerinnen nie richtig in die Begegnung fanden. Ganz anders als die Paderbornerinnen, die sich ihre beste Turnierleistung für dieses Finale aufgehoben hatten und deshalb auch verdient als Siegerinnen den Court verlassen konnten.


Ergebnisse hier

 
Trotz überzeugendem Marwan Elshorbagy: Endrunde verpasst!
Montag, 11. April 2016

Nachdem sich in der ersten Begegnung des Tages Sportwerk Hamburg ohne Satzverlust mit 4:0 gegen den Königsbrunner SC durchsetzen konnte, zog auch der SC Monopol Frankfurt mit einem 3:1 gegen die Schwaben nach. Julian Wollny brachte Frankfurt mit einer konzentrierten Leistung gegen den jungen Niklas Becher in Führung, die Florian Silbernagl mit einem klaren Dreisatz-Sieg gegen Simon Vaclahovsky ausbauen konnte. Dann folgte das Debut des 22-jährigen Ägypters Marwan Elshorbagy für den SC Monopol Frankfurt. Trotz klarer Überlegenheit des Weltranglisten-Zwölften entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel. Denn der 20-jährige André Ergenz gab bei jedem Ballwechsel wirklich alles, und das ist bei seiner Schnelligkeit und Fitness nicht wenig. Am Ende konnten die mehr als 100 begeisterten Zuschauer in der Squash-Insel aber ein 3:0 des Neu-"Monopolers" bejubeln. Im abschließenden Spiel hatte dann Johannes Voit mit dem stark aufspielenden Florian Mühlberger doch viel mehr Mühe als er sich das vorgestellt hatte und musste sich letztendlich auch im fünften Satz mit 11:9 geschlagen geben. Am Sieg der Frankfurter in dieser Begegnung konnte das aber nichts mehr ändern.


In der letzten Begegnung kam es dann also tatsächlich zu dem von vielen prophezeiten Endspiel zwischen den Frankfurtern und Hamburgern. Dem SC Monopol war klar, dass an den Positionen drei oder vier ein Sieg her musste, um die Chance auf den Endrunden-Einzug zu erhalten. Bei einem erhofften Sieg von Elshorbagy und einer zu erwartenden Niederlage von Voit gegen Nationalspieler Rudi Rohrmüller wäre dann eventuell ein "gewonnenes" Unentschieden drin gewesen. Aber Kai Wetzstein begann sehr nervös und kam erst im zweiten Satz besser ins Spiel. Dieser ging leider im Tie-Break 12:14 verloren und er musste einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen, den er allerdings mit starker kämpferischer Leistung aufholen konnte. Es keimte also noch einmal kurz Hoffnung auf vor dem fünften Durchgang. Aber hier geriet Wetzstein nach einigen Fehlern schnell in Rückstand, den er auch nicht mehr aufholen konnte. Im zweiten Spiel war Satz eins zwischen Florian Silbernagl und Ali El Karargui hart umkämpft und ging im Tie-Break an den Deutsch-Ägypter. Silbernagl konterte aber mit einem deutlichen 11:1, was seltsamerweise nicht zu mehr Sicherheit führte. Satz drei ging ähnlich deutlich wieder an den Hamburger, der das durch einige Nickligkeiten bestimmte Spiel dann auch im knappen vierten Satz für sich entschied. Im spektakulären Spitzenspiel wurde Marwin Elshorbagy seiner Favoritenrolle gerecht, hatte aber mit dem Engländer Tom Richards (WRL 23) einen hartnäckigen Widersacher. Es entwickelten sich lange, schnelle und technisch hochklassige Ballwechsel und die Zuschauer kamen beim 3:1-Erfolg des Ägypters voll auf ihre Kosten. Frankfurt hatte also auf 1:2 verkürzt, aber Nationalspieler Rudi Rohrmüller ließ schnell keine Zweifel mehr zu, dass Hamburg diese Begegnung gewinnen würde. Der 34-jährige Hannes Voit wehrte sich zwar mit allen Kräften, die ihm noch zur Verfügung standen, aber das klare 3:0 für die Nummer 4 der deutschen Rangliste konnte er nicht verhindern.


Im Anschluss an die Spiele fand gleich die Auslosung der Halbfinalbegegnungen für die Endrunde der Squash-Bundesliga am 14./15. Mai in Böblingen statt. Als Losfee agierte die frischgebackene Deutsche Einzelmeisterin Sharon Sinclair, es wurden folgende Paarungen ermittelt;

Paderborner SC - Sportwerk Hamburg

Black & White RC Worms - SI Stuttgart


Wir gratulieren dem Sportwerk Hamburg zur Qualifikation und wünschen allen Teams viel Erfolg bei der Endrunde!



 
 
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